Chronik
Im Jahr 1950 stieg der Land- und Gastwirt Francois Kaell Siebenaler
von Pferdekraft auf Traktoren um. Nur ein Jahr später entwickelte er eine
automatische Wendevorrichtung für seinen Drehpflug. Francois Kaell ließ
sich seine Vorrichtung patentieren und wenig später begann die Produktion
von automatisch drehenden Pflügen auf der Basis von Melotte Pflügen
in der Schmiede Brücker in Warken. Insgesamt wurden ca 40 solcher Pflüge
verkauft.
Nach dem Besuch der DLG-Fachausstellung in Hannover erhielt Francois Kaell Siebenaler die Vertretung der Marke EICHER DIESEL aus Forstern/Dingolfing in Bayern. Zu dieser Zeit bauten die Gebrüder Eicher nicht nur Schlepper (Einzylinder mit Eichermotoren - luftgekühlt; Zweizylinder mit Deutzmotoren - luftgekühlt) sondern auch Pflüge, Transportanhänger und Autogaragen. Etwas später erhielt F. Kaell dann weitere Vertretungen von Marken landwirtschaftlicher Geräte wie zum Beispiel Amouroux aus Frankreich, Raspe, Rauch, Rau, Löwe, Ventzki, Frank, Christiansen, Unkel aus Deutschland, Taul, Mads Amby aus Dänemark und Agrar aus der Schweitz.

Im Jahr 1952 wurde Pierre Scholtes aus Michelau in Forstern als Traktormechaniker
ausgebildet und wartete anschließend in seinem Atelier in Michelau Eicher
Traktoren.
1955 nahm Francois Kaell mit der Marke Eicher Diesel an den landwirtschaftlichen
Ausstellungen in Luxemburg av. Victor Hugo teil. Ausserdem war er zum 75. Jubiläum
der Ackerbauschule in Ettelbruck vertreten. Bei dieser Gelegenheit wurde das
Eicher Riesenrad zum ersten Mal in Luxemburg aufgebaut.

Gegen 1965 entwickelte F. Kaell Stahleinrichtungen für Treibmistverfahren.
Die Spaltgitter und Anbindevorrichtungen wurden ebenfalls in den Ateliers Brücker
in Warken hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Firma Agrilux mit Sitz
in Strassen die Vertretung der Firma Eicher übernommen, da die Schwesterfirma
in Belgien (Agribel) die Marke von der Firma Flammang aus Namur übernommen
hatte.
Um 1970 begann der Ausverkauf der Restbestände und im Jahr 1973 trat F.
Kaell in den Ruhestand.